>>Drehen Sie sich um! Laufen Sie bis Ihre Füße bluten - und dann noch weiter…<<
Der Film beginnt. Meine Erwartungen sind ziemlich groß. Dieser Film muss, wie ich finde, ja mindestens so gut sein wie die alten X-Men Filme, die ja chronologisch gesehen nach diesem Film spielen. Hier soll ja “nur” die allgemein beliebteste Figur Wolverine vorgestellt werden… bzw. ihre Vorgeschichte.
Wir sehen einen sehr jungen Logan krank im Bett liegen. Bei ihm ist sein Freund Victor. Logans Vater kommt ins Zimmer, um nach seinem kranken Sohn zu sehen. Dabei ertönt von unten Lärm. Victors Vater randaliert im Haus uns ruft nach Logans Mutter. Sein Vater geht nach unten. Kurz darauf ertönt ein Schuss. Beide Jungen laufen aus dem Zimmer und sehen dann nach unten in den Eingangsbereich des Hauses. Logans Vater liegt erschossen auf dem Boden und Victors Vater hat Logans Mutter am Arm gefasst. Logan rennt zu seinem toten Vater. Victors Vater schreit Logans Mutter an das jetzt nur nach die Wahrheit erzählt werden sollte. Logan wird immer wütender. Seine drei bekannten Krallen fahren aus seinen Händen.
Diese bestehen hier noch komplett aus Knochen. Logan rennt auf Victors Vater zu, rammt ihn in die Wand und durchbohrt ihn dabei mit seinen Krallen. Im Sterben klärt Victors Vater Logan darüber auf, dass er in Wahrheit Logans Vater ist und nicht der Mann den er die ganze Zeit dafür gehalten hat. Die beiden -wie sich ja jetzt herausgestellt hat- Brüder fliehen aus dem Haus.
Jetzt sieht man die beiden Brüder in allen Kriegen der Zeit kämpfen. Vom ersten Weltkrieg bis zum Vietnam Krieg in dem die beiden festgenommen werden und eigendlich erschossen werden sollen. Die Soldaten legen an. Victor sagt zu Logan: >>Weck mich wenn sie fertig sind.<<.
Schnitt. Victor und Logan sitzen in einer Gefängnis Zelle. Die Tür wird aufgeschlossen. William Striker steht in der Tür. >>Sie sollten erschossen werden. Das Urteil wurde heute um zehn Uhr vollstreckt. Wie hat sich das angefühlt?<< Logan: >>Es hat gekitzelt.<<. Striker überredet die beiden Brüder sich seiner Spezialeinheit anzuschließen. Diese besteht nur aus Menschen mit eben diesen besonderen ‘Fähigkeiten’. Die beiden willigen ein, da die Alternative wäre in der Zelle zu versauern und zu waren bis die Armee herausgefunden hat wie man die beiden denn töten kann. Die beiden fliegen mit Strikers Spezialeinheit nach Afrika. Dort dringt die Einheit in das Hauptquatier des dortigen Diamant-Kartells ein.
Striker ist dort allerdings nicht hinter den Diamanten her sondern vielmehr hinter Meteoritenfragmenten (aus denen er später Adamantium* gewinnen kann). Dort erfährt die Truppe, dass diese viel weiter ins Landesinnere muss, um zu der Fundstelle zu gelangen. In einem kleinen Dorf findet die Truppe schließlich die Quelle. Allerdings bringt die Befragung der Dorfbewohner nichts, da diese den Stein als heilig verehren. Striker befiehlt Victor -der jetzt auch Sabretooth genannt wird- den ‘Dorfhäuptling’ zu töten. Jetzt kommt es zum Bruch zwischen Logan und der Truppe, da er das töten unschuldiger kategorisch ablehnt. Schnitt. Logan wohnt mit seiner Freundin, der Lehrerin Kayla, in den Kanadischen Bergen und arbeitet dort als Holzfäller. Eines Tags kommt plötzlich ein Jeep angefahren und William Striker (in Begleitung von Agent Zero) steigt aus und fordert Logan auf ihm zu helfen, da mehrere Mitglieder der alten Truppe umgebracht wurden. Logan lehnt dies jedoch ab. Am nächsten Tag jedoch wird seine Freundin von Sabretooth getötet, woraufhin Logan wutentbrannt selbigen finden und töten will. Dadurch lässt er sich von Striker dazu überreden an dessen Experiment teilzunehmen und sich unzerstörbar machen zu lassen. Striker überzieht hierzu Logans Skelett komplett mit Adamantium*. Auf dem ‘Operationstisch’ will Striker Logan wieder seine Marken geben, dieser lehnt diese jedoch ab und verlangt neue mit dem Namen Wolverine. Die Operation glückt und Striker ist außer sich vor Freude. Er befiehlt seinem Assistenten Wolverines Gedächnis zu löschen, was dieser allerdings hört. Logan flieht daraufhin aus der Basis. Dabei wird er allerdings von Agent Zero gejagt. Nachdem er diesen erfolgreich abgeschüttelt hat, besucht er alte Kollegen aus seiner Einheit, um Strikers Operationsbasis zu finden. Diese schicken ihn los, um einen Mutanten namens Gambit zu suchen. Gambit ist bisher als einzigem Mutanten die Flucht aus Strikers Festung gelungen. Dabei erfährt Logan desweiteren, dass Sabretooth mit Striker unter einer Decke steckt und seine Freundin nur gestoben ist, damit er sich Strikers Experiment anschließt. Wolverine findet Gambit. Dabei kommt es zum Kampf zwischen Sabretooth und Wolverine, bei dem Sabretooth allerdings entkommen kann.
Wolverine wird von Gambit über der Insel abgesetzt, auf der Striker seine Basis hat. Dort kommt es zum Showdown. Wolverine dringt in die Basis ein und erfährt dort, dass er nur benutzt und getäuscht wurde, damit Striker einen ‘Supermutanten’ erschaffen kann der ausschließlich auf seine Befehle hört. Wolverine verschwindet wieder von der Bildfläche und hilft dabei allerdings allen eingesperrten Mutanten zu fliehen.
Striker lässt als Reaktion seinen Supermutanten ‘Deadpool’ los um ihn zu töten. Nun kommt es zu finalen Kampf bei dem die beiden Brüder Sabretooth und Wolverine gemeinsam gegen Deadpool antreten. Abschließend will auch Wolverine von der Insel fliehen, wird dabei allerdings von Striker aufgehalten, der ihm mit Adamantium*-Kugeln in den Kopf schießt. Diese durchbohren seinen Kopf und schädigen sein Gehirn, wodurch er sein Gedächnis verliert und nicht mehr weiß wer er ist bzw. (für ihn) seine komplette Vorgeschichte ausgelöscht wird.
Ein toller Film und wie ich finde absoulut würdig als Film in der X-Men Reihe - auch wenn dieser ja vor der bekannten X-Men Trilogie spielt.
Sehr toll daran ist auch der Punkt, dass anscheinend sehr darauf geachtet wurde die Geschichte der X-Men Trilogie nicht zu korrumpieren sondern vielmehr darauf aufgebaut wurde.
Außerdem fand ich den Abschluss des Film sehr gut gemacht als die befreiten Mutanten aus der Basis Strikers ausbrechen, werden sie von Professor Charls Xavier (gespielt von Patrik Stewart) gelenkt bzw. nimmt dieser mit dem jungen Scott Summers (später in den X-Men Filmen Cyclops) über die Gedanken Kontakt auf und nimmt später die gesamte Gruppe in Empfang.
Meine Wertung: 9 von 10 Sternen
* ist Adamantium so richtig geschrieben?
Vielen Dank an dieser Stelle an R.O. fürs treten
Und hier noch der Trailer:
alle in diesem Artikel verwendeten Bilder stammen von ign.com
Geschrieben von Jan am 30. April 2009 um 0:41 Uhr.
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Ein schwieriger Film, der in eine schwierige Materie eintaucht. Ein Film, der sicherlich nicht die Erwartungen erfüllt, die man an Robert de Niro und Al Pacino, nach vielen Action-Thrillern im Gangster-Metier, stellt. Aber ein Film, der dies genau nicht ist: ein Action-Thriller. Natürlich kommt in dem Film auch Action vor, aber dieser Film ist vor allem eines: ein Thriller mit Drama. Und als solcher funktioniert er, mal abgesehen von der im Endeffekt doch etwas dünnen Geschichte, sehr gut und diese ist, meiner Meinung nach, hervorragend erzählt und umgesetzt.
»Kurzer Prozess« (Righteous Kill) erzählt die Geschichte von zwei alt-gewordenen Cops aus New York, die langsam aber stetig dem Ende ihrer Karriere entgegen gehen, dies aber noch nicht wirklich wahrhaben wollen. Sie machen ihren Job gut, sind Partner fürs Leben und verkörpern das »Guter Bulle, böser Bulle«-Bild wie es lange nicht mehr zu sehen war. Zwei Badass-Cops wie sie im Buch stehen. Aber alles meist noch im Rahmen des Gesetztes, bis sie eines Tages miterleben müssen, wie ein Kindermörder wegen nicht ausreichender Beweislast auf freien Fuß gesetzt wird. An diesem Punkt platzt dem Cop Turk (Robert de Niro) der Kragen und er beschließt zusammen mit seinem Partner Rooster (Al Pacino) die Beweislast zurecht zu drehen und die Gerechtigkeit siegen zu lassen: Dank einer, dem Kindermörder untergeschobenen Waffe, bringen sie ihn dennoch ins Gefängnis. Und an diesem Punkt verändert sich die Beziehung der beiden Partner nachhaltig …
Einige Zeit nach dieser Tat der beiden Cops beginnt ein Serienmörder Selbstjustiz auszuüben und tötet Zuhälter, Dealer und Kinderschänder, an die das Gesetz so nicht herankommt. Und der Verdacht fällt alsbald in die eigenen Reihen, auf den unbequemen Detective Turk.
Der Film zeigt keinen eiskalten de Niro, der berechnend seine Coups plant. Der Film zeigt auch keinen aalglatten Pacino, der als großer Gangsterboss Karriere macht. Der Film zeigt zwei alte Cops am Ende ihrer Karriere, kurz vor der Pensionierung: Alt, ausgebrannt, mit einem Leben, das nur auf den harten Job fixiert ist, ohne wirkliche Hobbys oder Familie. Und so stehen Robert de Niro und Al Pacino auch vor einem auf der Leinwand: Zwei alte Männer, jenseits der 60 (die ja beide mittlerweile weit überschritten haben!), vom Leben und der Arbeit gezeichnet, gebrochen und ein bisschen Fett geworden. Also das genaue Gegenteil vom Archetyp des dynamischen, fitten Profi-Gangsters vom Format eines Neil McCauly (Heat) oder Tony Montana (Scarface).
Aber das ist eigentlich auch nicht wirklich schlimm, denn das beide, Al Pacino und Rober de Niro, mehr drauf haben als gerissene Gangster zu verkörpern, haben beide oft genug bewiesen. In »Kurzer Prozess« spielen beide Cops, die ihre besten Jahre hinter sich haben, aber sich lange noch nicht in die Pension abschieben lassen wollen. Und das bringen beide, meines Erachtens, auch sehr gut ‘rüber: Sie spielen die Rollen von Männern in ihrem Alter, die vom Leben gezeichnet sind und einige grobe Ecken und Kanten aus vielen Jahren in einem rauen Job haben.
Spoiler! Achtung, folgender Absatz wird einem das Filmvergnügen vollkommen versauen!
Selten, wirklich selten, habe ich einen so gut inszenierten Krimi gesehen: Der Verdacht, dass Detective Turk der Serienmörder ist, wird perfide gelegt und gepflegt. Er verhält sich so, wie man es von einem Mann erwarten würde, der Angst hat erwischt zu werden. Bis kurz vor Schluss wird dem Zuschauer weiß gemacht, er wüsste wer der Mörder ist. Die Indizien sind klar und alles deutet, mit dem vermeintlichen Geständnis von Turk zu Beginn des Filmes, darauf hin, dass nur einer der Täter sein kann: Detective Turk. Aber all das täuscht fast den gesamten Film über den wahren Täter hinweg, dessen Offenbarung mich hat Baff aus dem Kino-Sessel gucken lassen: Sein Partner Rooster, der den ganzen Film über eher den Eindruckt erweckte, als wolle er Turk mit seinen Taten decken, ist der Serienmörder.
Rückblickend betrachtet allerdings wird klar, dass Turks nervöses Verhalten auf seinen unruhigen, impulsiven Charakter zurückzuführen sind und nicht darauf, dass er nach Feierabend Morde begeht. Und rückblickend wird ebenfalls klar, dass Detective Turk wirklich keine Ahnung hatte, wer der Mörder ist und die Ermittlungen nicht absichtlich in die Falsche Richtung gelenkt hat, sondern einfach, weil er es in dem Moment für eine mögliche Spur hielt.
Auch wenn der Aufhänger der Geschichte »Polizist tötet Verbrecher, weil er sie mit dem Gesetz nicht kriegen kann« sicherlich nicht der neuste ist, so finde ich die Umsetzung, aufgrund dieser überraschenden Wendung und der wirklich perfide gelegten falschen Fährte für die Zuschauer, dennoch grandios. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen war das Ende und der wahre Täter nicht absehbar! Und das dies so konsequent umgesetzt wurde ist definitiv ein großes Plus für diesen Film. Natürlich ist diese Wendung beim zweiten mal gucken (oder nach dem lesen dieses Spoilers) nicht mehr ganz so dramatisch, aber beim ersten mal ist sie eine riesen Bombe die Platzt. Spoiler-Ende!
Wer mit der Erwartung eines Gangster-Thrillers à la »Heat« ins Kino geht wird ganz klar enttäuscht! Denn das ist dieser Film nämlich genau nicht! Und wer ihn daran misst, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Aber wer sich auf die gut erzählte, wenn auch etwas maue Geschichte und die gut ausgearbeiteten Charaktere einlässt und den Film als das nimmt, was er ist (nämlich ein »Krimi-Thriller«-Drama-Mix), der kann auch viel Freude an dem Film haben und mit einer interessanten Geschichte über Gerechtigkeit und Selbstjustiz rechnen.
Mein Fazit, nach einigem grübeln und erörtern meiner Gedanken: 7 von 10 Sternen.
Geschrieben von Arne am 4. Januar 2009 um 7:45 Uhr.
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… aber auch nur gerade noch, weil es eine so gute Überschrift ergibt. Und weil der Soundtrack recht cineastisch klang – wenn man über »New Kids On The Block« und der starke Anlehnung des Soundtracks, an den von einem erfolgreichen Fledermausmann-Film dieses Jahres, absieht.
Ich ging ohne Erwartung in diesen Film und ich wurde enttäuscht. Ich wusste, dass der Film nichts (großes) werden würde und dass es mehr ein seichter Fernsehfilm für die ProSieben-Primetime in einer schwachen Sende-Periode wird. Ich war trotzdem drin, aber eigentlich mehr, um mit meinen Freunden mal wieder etwas gemeinsam zu machen. Eigentlich habe ich von Til Schweiger-Filmen seit seinem Regie-Debüt »Der Eisbär« relativ viel gehalten. Barfuß, den ich leider noch nicht gesehen habe, soll ziemlich gut sein. Keinohrhase hat mich auch irgendwie begeistert, aber 1 ½ Ritter ist leider eine volle Enttäuschung. Selbst für Til Schweiger.
Der Film setzt größtenteils auf Witze und Gags aus anderen großen Filmen wie »Helden in Strumpfhosen« oder »Die Ritter der Kokosnuss«, ohne dabei eigene Ideen und Elemente unterzubringen. Der Film ist keine wirkliche Satire wie die Filme von Melbrooks oder Monty Phyton, er ist auch keine authentische Inszenierung. Er ist meiner Meinung nach auch keine wirkliche Komödie, denn das wäre eine Diffamierung aller guten Komödien. Der Film ist eigentlich nur eine sanft vor sich hin fließende Anreihung von absehbaren Gags, und wie der Film ausgeht ist im Grunde schon vor Filmbeginn klar oder aller, aller spätestens nach der ersten großen Szene bei dessen Ende die hinreißende Herzelinde dem tapferen Ritter Lanze, der natürlich ihr unterstellter persönlicher Wachmann ist, einen schmachtvollen Blick zu wirft.
Schade ist, dass der Film sein Universum – das Mittelalter-Setting – nicht ernst nimmt und die damit gegebenen Möglichkeiten nicht ausschöpft. Sicherlich war dies bei anderen Filmen, wie etwa »Helden in Strumpfhosen«, auch nicht besser, aber sie sind wenigstens mehr auf ihr Universum eingegangen und haben nicht versucht alles krampfhaft aus dem Mittelalter ins Lächerliche zu ziehen und immer neuzeitliche Elemente einzubringen. Was ich meine spiegelt die Szene beim Abendessen nach den Ritterspielen sehr gut wieder: Ein Diener lehnt sich zum König und flüstert (natürlich kann es die ganze Abendgesellschaft bei Tische hören): »Die Prinzessin ist unpässlich«. »Unpässlich?«, fragt der König halblaut darauf und es tritt eine betretende Stille ein, »Unpässlich, was für ein lächerlich altmodisches Wort, nicht?«. So der klägliche Rettungsversuch des Königs.
Die mauen Witzeleien ziehen sich so durch den Film, einzelne kleine Lichtblicke gibt (à la: »In Zukunft könnte dieses Land sogar von einer Frau regiert werden, die die selbe dämliche Frisur hat, wie du Lanze.«), aber im großen und ganzen leben die Lacher von den komisch anmutenden Kampfszenen die mit allerlei übertriebenen Quietsch- und Schlaglauten untermalt sind. Und das ist wirklich traurig. Es ist traurig, wenn die größten Pointen eines Films darin liegen, wie jemand ein paar auf die Mütze bekommt.
Zudem hingt es ab und an sehr bei der Logik des Films und man wundert sich zwischen durch doch sehr, dass der Film noch nicht vorbei ist und er satte 115 Minuten läuft! Nach der sich recht langsam aufbauenden Geschichte werden gegen Ende die Ereignisse so schnell abgespult, dass es zu ein paar großen, logischen Lücken kommt: Beispielsweise nachdem sich die beiden Helden lange durch die Welt gekämpft haben um den ominösen Schwarzen Ritter zu finden, werden sie, nach der Rückkehr ihrer erfolglosen Reise, darauf hingewiesen, den Schwarzen Ritter doch vielleicht über den Schmied seiner Rüstung ausfindig zu machen. Und siehe da, Ruck-Zuck, kein Problem, in der nächsten Szene kommen die beiden Protagonisten in eine Schmiede-Werkstatt rein und der Schmied liegt ermeuchelt, zusammen mit einem anderen Bösewicht, tot am Boden. Somit ist die Sachlage klar: Das war der Schmied des Schwarzen Ritters. Also … warum nicht gleich so, wenn es doch so einfach war, den Schmied zu finden?!
Die Besetzung des Films ist sicherlich für einen deutschen Film top, auch wenn viele zu sehen sind die ihre Nase in jede sich bietende Filmkamera halten: Til Schweiger, einer der bis dato Vorzeige- und auch Charakterschauspieler aus Deutschland; Rick Kavanian, der Anscheint mittlerweile in keiner deutschen Komödie mehr fehlen darf (Ächtz!); Dieter Hallervorden, in einer kleinen Szene als Pferdeverkäufer zu Gast und für mich persönlich ein großer Komiker meiner Kindheit und in diesem Film sicherlich mit seiner unverfälschten Art ein Lichtblick; Thomas Gottschalk, als der alleinerziehender König, der mit seiner post-pubertären, aufständischen Tochter und mit ungehorsamen Personal zu kämpfen hat, der als König eine ganz gute Figur macht, aber trotzdem leider absolut austauschbar ist.
Und Roberto Blanko taucht auch mal wieder in einer Komödie dieser Klasse auf und muss mal wieder für einen mauen Farbigen-Witz herhalten. Traurig!
1 ½ Ritter, ein Film der Auszog um ein deutsches Pendant zu »Helden in Strumpfhosen« zu werden, schon am Anfang kläglich scheitert und als bessere Mittwoch-Abend ProSieben- oder Sat1-Produktion endet. Warum dieser Film nicht schon auf dem Weg der Entstehung vom grausamen Drachen der Unterfinanzierung gefressen wurde ist mir ein Rätsel. Guckt ihn euch nicht an. Wartet lieber bis er in einem guten Jahr bei den Privatsendern ‘rauf und ‘runter genudelt wird. Denn dafür wurde er gemacht. Leider.
Geschrieben von Arne am 29. Dezember 2008 um 21:43 Uhr.
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Mit Casino Royale wurde ja mehr oder weniger eine neue Bond Ära eingeläutet, wo ja viele (mich eingeschlossen) skeptisch waren wie denn dieser neue andere Bond so ist. Dazu muss ich sagen das ich ja sehr Begeistert von diesem neuen Bond war und mir der Film als ganzes sehr gute gefallen hat.
Doch jetzt der direkte Nachfolger von Casino Royale stimmt mich sehr zwiespältig. Zum einen muss ich sagen, dass Daniel Craig seine Rolle wieder sehr toll spielt und mir das als Bond gefällt und auch wieder ganz tolle technische Spielereien gezeigt wurden (die ich auch alle haben will…). Doch zum anderen war dieser Film von der Geschichte her jetzt irgendwie ziemlich komisch. Am Anfang jagt Bond die Organisation wegen der seine Geliebte Vespa ihr Leben verloren hat, was dann aber irgendwie in diesem sehr schnellen Film verloren geht und mir als zuschauer hinterher die Geschichte sehr durcheinander vorkam. Leider geht mir auch hinterher der Bezug zu dieser bösen weltumfassenden Organisation verloren.
Auch störend fand ich, dass alle Merkmale für einen Bond Film hier nicht oder nicht in der richtigen Reihenfolge aufgetaucht sind. Zum einen die Musik; das neue Bond Titelstück finde ich für einen Bond Film sehr untypisch, desweiteren taucht die Bond Melodie im gesamten Film irgendwie nicht auf. Erst beim Abspann läuft dann das normale Bond Stück welches wir alle kennen. Dann diese Markante Szene in welcher Bond durch das Bild läuft (wir sehen ihn durch einen Lauf) und dann auf die Zuschauer schießt, läutet hier ebenfalls den Abspann ein.
Spezialeffekte sind hier in dem Film eigentlich alle - bis auf dem Ablauf in dem Wüsten-Hotel - sehr dezent eingesetzt und passen gut zu dem Geschehen des Films. Schade ist allerdings, dass hier meiner Meinung nach sehr wenig Surrund verwendet wurde. Da hätte man an mehreren Stellen bessere Effekte kreieren können.
Naja, insgesamt gehe ich jetzt mit gemischten Gefühlen über den Film ins Bett deswegen gebe ich hiermit nur eine vorläufige Wertung ab (ich werde bestimmt nochmals bei Gelegenheit etwas über den Film schreiben). Arne und ich haben uns ja noch nicht für ein Bewertungssystem entschieden, aber ich benutze hier jetzt einfach mal ein Punktesystem:
Als Aktion-Film: 6,5 von 10
Als Bond- Film: 5 von 10
gute Nacht!
Geschrieben von Jan am 18. November 2008 um 23:52 Uhr.
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